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unisono 1/2012

Zusätzliche Online-Artikel

 

30 Jahre Max-Klinger-Chor

Weihnachtliche Klänge für Leipzigs mittellose Bürger

Gesang ist bunt - Interkulturelles Chorkonzert in Leipzig

Weihnachtskonzert „Leuchte Licht mit hellem Schein …“

 

30 Jahre Max-Klinger-Chor

Dr. Renate Wolff (LCV)

 

Am Samstag, 23. Juni 2012, um 20 Uhr, beginnt das Festkonzert im Mendelssohn-Saal des Gewandhauses zu Leipzig, mit dem wir unser 30-jähriges Bestehen feiern möchten. Unter dem Motto "Erschallet ihr Lieder!" sollen Werke aus unserem Repertoire einen Rückblick auf 30 Jahre Chorarbeit gestatten, aber natürlich werden auch neue Stücke zur Aufführung kommen. Wir freuen uns darauf, unseren Chorklang und unsere Freude am Singen dem Publikum zu präsentieren. Unter der Leitung von Stephan Gogolka werden das Ensemble Immortales, Solisten und der Max-Klinger-Chor e.V. musizieren - wir hoffen, dass viele ehemalige Chormitglieder, Freunde und langjährige Besucher unserer Konzerte dieses Jubiläum mit uns begehen werden! Im Foyer des Mendelssohn-Saales wird es außerdem eine Ausstellung zu den Chorhöhepunkten der vergangenen 30 Jahre geben. Sie sind herzlich eingeladen!

Karten zu 15 € (ermäßigt 12 €) können ab März an allen Verkaufsstellen des Ticketonlinesystems erworben werden.

 

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Weihnachtliche Klänge für Leipzigs mittellose Bürger

Heike Münzel (LCV)

 

Der Chor „La Bohème" trat am 8. Dezember 2011 zum zweiten Mal im „Restaurant des Herzens“ zu Leipzig auf. Im Gepäck hatte er sein neu einstudiertes Weihnachtsprogramm. Eine Chorsängerin engagiert sich seit mehreren Jahren aktiv in diesem Projekt. Ein erneuter Auftritt von „La Bohème" lag ihr sehr am Herzen. Auch die anderen Chormitglieder, teils sind oder waren sie selbst bedürftig, singen im Restaurant mit den französischen Wurzeln sehr gerne. „La Bohème" wurde gegründet als ein Chor, der sich u. a. zusammensetzt aus Erwerbslosen, Minijobbern, mit Frauen in Elternzeit, Rentnern und anderen Lebenskünstlern. Jetzt versucht er mit seinen Auftritten selbst, sich für soziale Belange einzusetzen. Bedürftige Leipziger, z.B. Menschen ohne Einkommen, bekommen hier im „Restaurant des Herzens" kostenlos ein warmes Essen serviert. Das ist besonders in der Weihnachtszeit ein fester Bezugspunkt für sie geworden. Sicher wird die Sängerin stolz sein auf „ihren" Chor, der da Herzen erfreut, wo sie sich gerne engagiert. Unser Auftritt war der zweite im Rahmen der vom Kulturamt der Stadt Leipzig geförderten »Konzertreihe SYSTEMRELEVANT!«; die anderen Konzerte fanden in einem Städtischen Alten- und Pflegeheim sowie bei den Weihnachtsfeiern der Forensischen Psychiatrie und den Psychiatrischen Kliniken statt.

 

Konzert des Chor La Bohème im gut besuchten Saal des Leipziger »Restaurant des Herzens« | Foto: Schumann

 

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Gesang ist bunt - Interkulturelles Chorkonzert in Leipzig

Horst Streugöbel (LCV)

 

Am Ende vereinten sich alle Mitwirkenden zum gemeinsamen Abschlusskanon „Viva la musica“: Koreaner, Chinesen, Russen und Kongolesen. Danach fuhren sie wieder nach Hause: mit dem Auto, der Straßenbahn oder mit dem Fahrrad. Vielleicht gingen einige auch zu Fuß, denn sie waren keine Mitglieder von Chören, die von weither mit Flugzeug oder Reisebus zu einem Chorfestival angereist waren, sondern – mit Ausnahme eines Chores – kamen alle aus Leipzig, wo sie sich zu einem Gemeinschaftskonzert eingefunden hatten. Unter dem Titel „Gesang ist bunt“ hatte der Leipziger Chorverband für den 24. September 2011 Chöre aus Leipzig eingeladen, deren Mitglieder Ausländer sind. Und alle waren dieser Einladung zu einer Veranstaltung, wie sie in Leipzig noch nicht stattgefunden hatte, gerne gefolgt: der Chor der Koreanischen Evangelischen Gemeinde, der Chor „Slawia“ des Deutsch-Russischen Hilfswerks und der Chor „Engenga“ des Vereins „Lebendiges Kongo“. Als auswärtiger Gast konnte der Chinesische Akademikerchor Berlin gewonnen werden.

 

 

Das Konzert, für das der Festsaal des Neuen Rathauses zu Leipzig kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, überraschte das Publikum mit einer musikalischen Vielfalt, die man bisher in der Stadt noch nicht erlebt hatte. Die Chöre untereinander kannten sich noch nicht und nutzten die Gelegenheit, um Kontakte zu knüpfen.

„Wichtig ist uns der Gedanke der Integration“, so Detlef Schneider vom Leipziger Chorverband, „Wir möchten die Chöre untereinander bekannt machen und natürlich auch uns als Verband, der alles organisiert, vorstellen. Die Teilnehmer sind ja keine Mitgliedschöre von uns. Damit sie aber nicht unter sich bleiben, werden wir sie einzeln einladen, im kommenden Jahr an einem der Gemeinschaftskonzerte, die wir üblicherweise veranstalten, teilzunehmen.“ Dort soll dann die Begegnung mit Chören des Leipziger Chorverbandes stattfinden.

Im Fall des Chores „Slawia“ hat dies bereits Früchte getragen. Er war schon vor zwei Jahren zum Gewandhaussingen sächsischer Chöre eingeladen und pflegt seitdem den Kontakt zum Grünauer Chor aus Leipzig. Nach seiner Teilnahme am interkulturellen Konzert „Gesang ist bunt“ hat er nun den festen Vorsatz, den Antrag auf Mitgliedschaft im Leipziger Chorverband zu stellen.

 

 

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Weihnachtskonzert „Leuchte Licht mit hellem Schein …“

Klaus Harder (OSCV)

 

Am 2. Advent gestaltete die Chorgemeinschaft Coswig-Weinböhla ihr Weihnachtskonzert. Es war das 15. in ununterbrochener Folge seit 1997, und es sollte das letzte sein für Chorleiterin Annelore Erler, die noch in diesem Jahr ihr siebtes Lebensjahrzehnt vollendet. Der Chor hatte damit geworben, dass es diesen Abschied geben würde, und eine Handvoll Gäste mag auch deshalb gekommen sein, aber dass der große Saal im Zentralgasthof Weinböhla nahezu gefüllt war, hängt vor allem mit der sängerischen Qualität zusammen, die sich das Ensemble unter ihrer Leitung erarbeitet hat.

Die Chorgemeinschaft bot ein höchst attraktives vielseitiges Programm mit Liedern und Chorsätzen aus alter und neuer Zeit, die im Saal die rechte Weihnachtsstimmung aufkommen ließen. Historisch reichte der Bogen vom 16. Jahrhundert (Michael Prätorius „Es ist ein Ros’ entsprungen“) bis in unsere unmittelbare Gegenwart. Da bleibt es wichtig festzuhalten, dass zwei Lieder von Hans Naumilkat und Hans Sandig, beide Jahrzehnte lang Leiter leistungsfähiger Kinderchöre des DDR-Rundfunks, uns allen längst zum Selbstverständnis der Vorweihnacht gehören („Vorfreude, schönste Freude“, „Sind die Lichter angezündet“). Natürlich stand die Geschichte von Jesu Geburt im Mittelpunkt, die Lieder von den Hirten und der Gesang der Engel, aber ebenso rein und klar war die über zweitausend Jahre alte Sehnsucht „Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen“ zu vernehmen.

Mit ausladenden Gesten und klaren Zeichen forderte Annelore Erler ihre Ensembles – den großen Chor, den Kammerchor und die Solistengruppen. Einmal trat sie selbst als Solistin auf – mit ihrer wohlklingenden Altstimme an der Seite einer Sopranistin aus dem Chor. Besonders beeindruckend jedoch, wie sie während des Konzerts mit Fingern, Hand und Mund ihre Sängerinnen und Sänger musikalisch und interpretatorisch unterstützte, ihnen über schwierige Passagen hinweg half und sie zur Freude am Singen stimulierte, was dem Publikum inhaltliche Details immer aufs Neue erschloss. Da tönte Christoph Willibald Glucks „Hoch tut euch auf, ihr Tore der Welt“ eben wie Fanfarensignal, und zum Abschluss wurde mit dem klangschön intonierten „Stille Nacht“ noch einmal der besondere Zauber des christlichen Weihnachtsfestes erlebbar. Da hielt das Publikum tatsächlich den Atem an, ehe es die verdienstvolle Chorleiterin mit stürmischem Applaus ehrte.

 

Chorgemeinschaft Coswig-Weinböhla beim Weihnachtskonzert | Foto: Klaus Harder

 

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