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Gustav-Wohlgemuth-Plakette des Sächsischen Chorverbandes

Für  außergewöhnliche Verdienste um das sächsische Laienchorwesen kann das Präsidium des Sächsischen Chorverband e.V. die „Gustav-Wohlgemuth-Plakette“ verleihen.

Die Medaille trägt das Bildnis von Gustav Wohlgemut und das Logo des SCV und wird einer Urkunde übergeben. Einzelheiten regelt die „Richtlinie zur Verleihung der Gustav-Wohlgemuth-Medaille des Sächsischen Chorverbandes e.V.“.

 

Bisherigen Ehrungen

2012

Dr. Matthias Rößler (Dresden), Präsident des Sächsischen Landtages
Prof. Jürgen Golle (Zwickau), Komponist

2013

Howard Arman (Luzern), langjähriger Chorleiter des MDR-Chores

2014

Prof. Peter Vagts (Eichwalde), langjähriger Dozent beim Sächsischen Chorleiterseminar
Reinhold Stiebert (Zwickau), langjähriger Präsident des Landesverbandes Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen im Verband Deutscher Konzertchöre

2015

Torsten Tannenberg (Dresden), Geschäftsführer des Sächsischen Musikrates

2016

Prof. Dr. Michael Fuchs (Leipzig), Leiter der Sektion Phoniatrie und Audiologie des Universitätsklinikums Leipzig

 

Richtlinie des Sächsischen Chorverbandes e.V. für die Vergabe der Gustav-Wohlgemuth-Plakette

Benannt ist die Plakette nach Gustav Wohlgemuth (* 2. Dezember 1863 in Leipzig; † 2. März 1937 ebenda). Gustav Wohlgemuth besuchte nach seiner schulischen Ausbildung in Leipzig ab 1878 das Lehrerseminar in Grimma. Anschließend war er zunächst als Volksschullehrer in Leipzig tätig. Während dieser Zeit leitete er zwei Männerchöre: den Liederfels und den Liederhain. Am 14. März 1891 vereinigte Wohlgemuth beide Chöre zum Leipziger Männerchor, den er bis zu seinem Tode leitete und zu überregionaler Bekanntheit führte. 1900 gab er seinen Lehrerberuf auf und studierte für drei Jahre am Leipziger Konservatorium. Im gleichen Jahr übernahm er auch die Leitung der Leipziger Singakademie, einem gemischten Chor, der 1802 durch den damaligen Direktor der Gewandhaus-Konzerte und späteren Thomaskantor Johann Gottfried Schicht gegründet wurde.
Von 1896 bis 1932 nahm Wohlgemuth an den Festen des Deutschen Sängerbundes als Festdirigent der Gesamtchöre teil. Ab 1898 arbeitete er bis zum Jahr 1932 im Führungsgremium des Deutschen Sängerbundes als musikalischer Sachverständiger des geschäftsführenden Ausschusses mit.

An der Gründung des Sächsischen Sängerbundes im Jahre 1924 hatte Gustav Wohlgemuth maßgeblichen Anteil. Er hat einen historischen Beitrag zur Entwicklung und zur Organisation des sächsischen Chorwesens geleistet.

 

1.  Zweck der Ehrung

1.1.  Die Vergabe erfolgt an Chöre, Institutionen oder Persönlichkeiten, die sich um das Chorwesen in Sachsen besondere Verdienste erworben haben.

1.2.  Die Ehrung soll eine engere Verbindung zwischen den Geehrten und dem Sächsischen Chorverband e.V. begründen. Sie soll ferner in der Öffentlichkeit beispielgebend für die Attraktivität sächsischen Chorschaffens wirken.

 

2.  Vorschläge

2.1.  Vorschläge zur Vergabe sind an das Präsidium des Sächsischen Chorverbandes zu richten. Sie enthalten Angaben zur Person / Institution und die zur Auszeichnung vorgeschlagenen Leistungen und beschreiben die Bezugnahme auf die Intention der Gustav-Wohlgemuth-Plakette.

Vorschlagsberechtigt sind die Mitglieder des Sächsischen Chorverbandes e.V.

2.2  Die Vorschläge sind bis zum 30. September jeden Kalenderjahres einzureichen.

 

3.  Vergabe

3.1.  Über die Vergabe der Gustav-Wohlgemuth-Plakette entscheidet das Präsidium des Sächsischen Chorverbandes e.V.

3.2.  Die Gustav-Wohlgemuth-Plakette kann jährlich dreimal verliehen werden.

3.3.  Die Medaille trägt auf der Vorderseite das Bildnis von Gustav Wohlgemut und auf der Rückseite den Schriftzug „Verliehen für außergewöhnliche Verdienste um das sächsische Chorwesen“ und das Logo des SCV.

3.4.  Der Präsident des Sächsischen Chorverbandes e.V. stellt eine Urkunde über die Verleihung der Gustav-Wohlgemuth-Plakette aus.

3.5.  Der Präsident gibt die geehrte Person / Institution öffentlich bekannt und verleiht die Auszeichnung in einer öffentlichen Veranstaltung des Sächsischen Chorverbandes e.V.